„Es ist nicht nur ein Arbeitsgang, den Sie geändert haben. Sondern ein ganzes System.“ Genau so beschreibt Duisen Agrar oHG den Schritt, den viele Betriebe aktuell gehen müssen: weniger Personal, engere Zeitfenster und wechselnde Bedingungen. Und trotzdem muss am Ende die Arbeit stehen.
Ralf Düsen bewirtschaftet mit seinem Bruder knapp 380 ha Ackerbau, davon rund 230 ha Kartoffeln, ca. 50 ha Getreide und der Rest Mais. Dazu kommen Schweinehaltung und Biogas. Also ein Betrieb mit ordentlich Takt und Saisonspitzen.
Die Richtung ist klar: Arbeitsgänge zusammenziehen, um mit weniger Leuten mehr Fläche sauber zu schaffen. Duisen beschreibt es ganz offen: Personal und Arbeitserledigungskosten werden zum Dauer-Thema und warum sollten sie 12 Stunden machen, wenn andere nach 8 Stunden Schluss haben?
Und: In der Saison ist Konzentration Pflicht. Beim Pflanzen laufen heute mehrere Systeme parallel; Dammaufbau, Saatgut/Beize, Unterfußdünger, Zusatzstreuer (APV). Da ist „sieben Arbeitsgänge in einer“ keine Übertreibung.
Kombinieren statt warten: „Dann ist auch manchmal viel Feuchtigkeit verloren“
Ein Punkt, der im Interview immer wieder durchkommt: Wenn man getrennt arbeitet, steht das Gerät, der Schlepper muss erst fertig werden und in der Zeit verliert man im Frühjahr schnell Feuchtigkeit. Duisen bringt es auf den Punkt: erst das eine fertig machen, dann umbauen/wechseln und zack sind wieder ein bis zwei Tage weg.
Gerade im Mais-/Getreidefenster ist das entscheidend: Wenn die ersten 10 ha befahrbar sind, will man loslegen. Nicht erst schauen, ob irgendwo noch ein Grubber frei ist.
Für den Kartoffelanbau setzt Duisen Agrar oHG auf die Spatenmaschine Kombination: Imants Spatenmaschine + Pflanzmaschine. Auf den eigenen Sandböden ist das Setup so ausgelegt, dass häufig kein zusätzlicher Einsatz einer Kreiselegge nötig ist, je nach Region und Boden kann das natürlich variieren.
Wichtig in der Praxis: Das System muss verkehrssicher sein und die Kopplung sauber funktionieren. Gerade bei schweren Kombinationen und Straßenfahrten. Zudem achtet der Betrieb auf eine sinnvolle Vorbereitung (z. B. Zwischenfrüchte zerkleinern), damit der Arbeitsfluss stabil bleibt und sich nichts aufwickelt.
Diese Lösung trifft genau den Kern vieler Betriebe: Kartoffeln pflanzen mit Spatenmaschine-Kombination; weniger Überfahrten, weniger Wechsel, mehr Tempo im kurzen Zeitfenster.
Die zweite Säule ist die Imants Culter Tiefenlockerung vor der Sämaschine. Duisen Agrar oHG nutzt den Culter gezielt für Tiefenlockerung (z. B. 40–45 cm), um die Bodenstruktur zu verbessern und dem Bestand einen Vorteil zu geben, besonders in trockenen Phasen, wenn Wasser unten verfügbar ist.
Der Culter passt in solche Systeme, weil er solo oder in Kombination gefahren werden kann. Für Betriebe, die Saatbettbereitung in einem Arbeitsgang wollen, ist genau das der Punkt: lockern, Struktur schaffen und direkt säen ohne dass wieder Tage zwischen den Maßnahmen liegen.
Der Culter arbeitet auch mit verstellbarem Zinkenabstand, wahlweise 4 oder 6 Lockerungszinken bei 3,0 m Arbeitsbreite. Dazu kommt robuste Bauweise (u.a. Hardox-Komponenten) und max. 60 cm Arbeitstiefe. „Everything is possible“.
Das Ergebnis ist kein „Showeffekt“, sondern harte Alltagspraxis: Weniger Maschinen, weniger Umbauten, weniger Stillstand und dadurch mehr Schlagkraft, wenn es drauf ankommt.
Was früher ein ganzer Maschinenpark war (Pflug, Packer, Grubber-Varianten usw.), ist heute deutlich verschlankt: „Heutzutage steht da nur noch Spatenmaschine mit Pflanzmaschine, Culter mit Sämaschine… alles andere ist weg.“ Das ist genau der Punkt: Systemdenken statt Geräte sammeln.
Und weil Stillstand in engen Zeitfenstern richtig teuer wird, setzt Duisen zusätzlich auf Ausfallsicherheit: drei identische Schlepper, um im Ernstfall schnell tauschen zu können. Duisen beschreibt es sinngemäß so: Das Setup ist heute klar, der Maschinenpark ist verschlankt, und die Abläufe sind planbarer.
Unterm Strich geht es bei Duisen Agrar oHG nicht um „eine Maschine“, sondern um mehr Schlagkraft im engen Zeitfenster mit weniger Wechseln und weniger Überfahrten.
Weniger Arbeitsgänge, weniger Umrüsten: Spatenmaschine + Pflanzmaschine und Culter + Sämaschine reduzieren Standzeiten und Wechsel.
Tempo, wenn es passt: Sobald die ersten Hektar befahrbar sind, kann’s losgehen ohne erst Geräte „frei fahren“ zu müssen.
Feuchtigkeit besser nutzen: Gerade im Frühjahr zählt jede Stunde. Wer schneller kombiniert, verliert weniger Bodenfeuchte.
Bessere Bodenstruktur in der Tiefe: Mit gezielter Lockerung (z. B. 40–45 cm) bekommt die Wurzel mehr Luft und Zugriff auf Wasserreserven.
Planbarer Ablauf in der Saison: Weniger Maschinen im Fuhrpark, klarere Abläufe. Das macht den Betrieb schlagkräftiger, wenn’s eng wird.
Kombinationstechnik funktioniert dann richtig gut, wenn sie zu Ihrem Betrieb passt: Boden, Feuchtigkeit, Zeitfenster, Leistung. Genau deshalb planen wir nicht „von der Stange“, sondern praxisnah.
Interesse? Dann melden Sie sich bei uns. Wir zeigen Ihnen die passende Kombination im Feld.